Meine Laufbahn beginnt nicht im Büro, sondern in der Führung unter Bedingungen, die keinen Raum für Beliebigkeit lassen: beim der Bundeswehr. Was ich dort gelernt habe – Verantwortung übernehmen, auch wenn es unbequem ist, und Menschen führen, ohne sie zu instrumentalisieren – hat mich seitdem nie verlassen.

Von dort aus hat sich meine Verantwortung Schritt für Schritt erweitert: erst die Führung einzelner Teams, dann die Leitung komplexer, agiler Projekte – und schließlich, bei codecentric AG, sieben Jahre lang die Leitung eines ganzen Standorts mit rund 100 Beratern, mit voller P&L-Verantwortung, Auslastungssteuerung und der Verantwortung für die Zufriedenheit der Menschen, die dort arbeiten. Diese Kombination – wirtschaftlicher Erfolg und echte Mitarbeiterbindung – war nie ein Widerspruch für mich. Sie war die Aufgabe.

Diese Erfahrung habe ich anschließend in die strategische HR-Arbeit getragen – dort, wo Organisationsstruktur auf die Realität der Menschen trifft, die in ihr arbeiten.

Um diese Seite der Arbeit professionell zu fundieren, habe ich mich als Business Mediator und in Gewaltfreier Kommunikation (NVC) zertifizieren lassen. Das sind für mich keine „Soft Skills“ im landläufigen Sinn – sondern präzise Werkzeuge für Führungskräfte, die auch unter Druck klar bleiben wollen. Genau diese Haltung habe ich in meinem Buch Kein Kindergarten für erfahrene Führungskräfte aufgeschrieben.

Was mich durch all diese Stationen trägt, ist eine Überzeugung: Organisationen funktionieren nicht trotz ihrer Menschen, sondern durch echte Zugehörigkeit. Das ist die Frage, die ich in jeder neuen Aufgabe stelle – und beantworten will.